03.07.2005 Bergen - Solstrand

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Um 09:15 Uhr werden wir wach. Die Vorhänge dunkeln gut ab und das Zimmer ist ruhig. Man kann also gut schlafen. Da wir aber von unserem ersten Aufenthalt wissen, dass das Frühstücksbuffet Punkt 10:00 Uhr gnadelos abgeräumt wird, hechten wir in unsere Klamotten und hetzen zum Lift. Es stehen schon Gäste davor und warten schon eine Weile. Also keine Zeit verlieren und die Treppe nehmen. Der Frühstückraum ist voll. Wir haben Glück und finden ein Fensterplätzchen. Zu Essen gibt es das Übliche. Der Orangensaft ist auch schon wieder aus. Schöne, dass es Dinge gibt, auf die man sich verlassen kann.

Wir räumen in Ruhe unsere Sachen zusammen. Als wir mit dem Koffer runter müssen, ist der größte Run auf den Lift vorbei. Wir warten auf unseren Mietwagen. Der kommt auch pünktlich wie bestellt. Die Formalitäten sind schnell erledigt - das Einladen ebenfalls. Auf nach Troldshaugen. Gut, dass Sonntagvormittag ist. Die Fahrt aus Bergen heraus ist schon kompliziert genug da braucht es nicht noch Berufsverkehr.

Der Weg nach Troldshaugen - Griegs Sommerwohnsitz - führt über eine finstere Allee. Gleich am Eingang werden Troll und anderer Krimskrams verkauft. An der Kasse gibt es die üblichen Aufkleber als Eintrittskarte. Dort ist das Museum. Zum Haus geht es durch einen schönen Garten vorbei am Konzertsaal, der mit seinem Grasdach sehr schön in die Landschaft eingepass ist. Am See ist eine Arbeitshütte mit Klavier, Schreibtisch, Sofa und Blick auf den See. Von dort besichtigen wir den Konzertsaal. Ein Geiger und eine Pianistin proben gerade. Der Saal ist größer als es von aussen ersichtlich ist.

Wir besichtigen Griegs Grab - eine interessante Suchaufgabe - und anschließend das Haus. Das Erdgeschoss ist im Originalzustand, der erste Stock wird bewohnt. Am besten gefällt mir der große Ölschinken mit Grieg auf einem Waldweg. Vermutlich der zum Haus im Zustand vor ueber 100 Jahren.

Wir fahren weiter zu unserem letzten Quartier dem Solstrand Hotel. Es sieht genauso aus wie wir es uns vorgestellt hatten. Der Eingangsbereich ist riesig. In der Mitte befindet sich ein Kamin auf dem ein paar Scheite vor sich hin flackern. An der Wand haengt ein viertel Hirsch. Es erinnert an das "Great Northern" aus Twin Peaks. Ich waere nicht ueberrascht, wenn Agent Cooper um die Ecke kaeme. Das Zimmer ist schoen gross, der gebuchte Blick auf den Fjord wundervoll aber unfotografierbar. Es muss irgendeine Familienfeier sein, da draussen jede Menge Kinder im Sonntagstaat herumtoben.

Als wir in die Sauna gehen, hat sich die wilde Jagd ins Schwimmbad verlagert. Die Sauna ist amerikanisch - mit Badehose - dafuer kann man beim Schwitzen den Fjoerd und die tobende Meute sehen: Rein ins Becken, raus aus dem Becken, nach draussen in den Whirlpool und wieder rein. Um Sauna und Icy Pool machen sie einen grossen Bogen.

Zum Abendessen gibt es Buffet. Es ist Klassen besser als auf dem Schiff und man muss sich nicht einen Platz freikaempfen. Das einzige, was wir bisher nicht entdeckt haben, ist die Hotelbar. Wahrscheinlich ist sie gut vesteckt und nicht besetzt. Wir werden es noch herausfinden.
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