27.06.2005 - Tagesablauf an Bord

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Wach wird man in der Regel durch die Gerausche auf dem Gang und in der Nachbarkabine. Hell ist es die ganze Nacht, das fällt als Wecker flach.. Nach Duschen etc. geht es zum Frühstücksbuffet. Die Suche nach dem freien Platz ist die erste Hürde, die genommen werden mussen. Ein Plätzchen findet sich immer, muss aber erst einmal gefunden werden. Dann wird der Platz mit dem Orangensaftglas als besetzt markiert. Nun kann in Ruhe das Buffet inspiziert werden. Spiegeleier, Omelett, Pfannkuchen und Bohnen mit Würstchen wechseln sich täglich ab. Nicht nur die Japaner, auch Norweger essen rohen Fisch zum Frühstück - der Sild in Senfsoße wird bei mir schwere Entzugserscheinungen verursachen.

Ist die Vorauswahl getroffen, kann man den Toaster befüllen, nach Beladen des Tellers ist der Toast fertig, falls sich kein andere Interessent für die Scheiben gefunden hat. Brot und Toaster sind neuralgische Punkte am Buffet. Brot braucht jeder, es treffen drei Wege zusammen und die Damen halten hier gerne mal ein Schwätzchen und sorgen so für Stau.

Nach dem Frühstück kann man:

a) Einen Platz zum Beobachten der Landschaft suchen.

b) Falls das Schiff gerade ankert, sich für 30 Minuten die Beine vertreten.

Letzteres wird gerne und oft getan. Selbst dann, wenn der Ort nicht mehr als ein halbes Dutzend Häuser hat. Irgendwann kennt man jeden Winkel des Schiffes, da ist dann jede Abwechselung willkommen. So fallen denn für 30 Minuten ein paar hundert Kreuzfahrtgäste in ein verschlafenes Nest ein, laufen die Hauptstrasse rauf und runter und verschwinden wieder.

Ausflüge sind ein besonderes Kapitel. Man wird in Busse verfrachtet. Die Plätze vorne sind heiß umkämpft. Wie bevorzugen die hinteren in der Nähe der Tür. Die Ansagen in den Bussen sind mindestens zweisprachig.

Damit es an Bord nicht langweilig wird, gibt es Ansagen zu Sehenswürdigkeiten und Hinweise auf kommende Ausflüge: Letzte Gelegenheit den ...-ausflug zu buchen.

Beim Mittagessen geht es ähnlich zu wie beim Frühstück. Es gibt drei warme Hauptmahlzeiten zur Auswahl. Wir halten uns an die Vorspeisen zu Gunsten unserer schlanken Linie. Nachtisch wechselt täglich, der Kuchen ist sehr gut, die Cremes eher Glückssache.

Der Nachmittag kann wie der Vormittag gestaltet werden: Landgang je nach Möglichkeit.

Beim Abendessen gibt es zwei Varianten: Buffet oder drei Gänge Menu. Das Menu wird in zwei Schichten durchgeführt und ist ein ziemlicher Stress fürs Personal. Es sind 320-mal Getränke, Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch zu servieren und abzuräumen. Anschließend muss für die nächste Abfütterung gedeckt werden. Nach dem Essen gibt es Kaffee in der Bar nebenan. Dort gibt es auch einen Verdauungsschluck - für alle Falle... .

Nun hat man noch Zeit, die vorbeiziehende Landschaft zu bewundern bis man müde wird, den dunkel wird es hier zur Zeit nicht.

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