09.01.2005 Rückreise

Der Wecker piepst. Es ist noch stockfinster. Kein Büchsengeknall. Wir schleppen uns ins Bad. Räumen unsere sieben Sachen zusammen, schlürfen Orangensaft und lauwarmen Kaffe. Der Kuchen hat eine etwas gummiartige Konsistenz. Dann schaffen wir unser Gepäck ins Auto. Ich fluche mal wieder über das defekte Licht im Kofferraum. Dann geht’s zum Flughafen. Ein letztes Mal fahren wir durch die schmale Zufahrt. Zum Abschied ist ein dicker fetter Felsbrocken aus der Mauer gefallen und auf die Straße gerollt. In USA würde man spätestens jetzt die Zentralverriegelung betätigen und mit Vollgas zurücksetzen. Ich steige aus und rolle das Ding soweit wie möglich aus dem Weg. Unterwegs ist etwas Nebel. Als die Sicht wieder klar ist, donnert an uns ein Bus vorbei. Die Nebelschlussleuchte ist an. Einholen werden wir ihn nicht mehr bis zum Flughafen.

Die größte Konzentration erfordert die Fahrt im Flughafengelände. Wir sollen den Wagen in der dritten Etage des Parkhauses bei F, G oder H abstellen, verriegeln und den Schlüssel im Kofferraum lassen. Es irritiert uns etwas, dass die Schranke erst auf der Etage ist und nicht bei der Zufahrt. Dafür erscheint auf dem Parkticket die Autonummer.

Am Check In haben wir Glück: Es sind drei lange Schlangen und als wir kommen, wird Schalter Nr. 4 geöffnet. Wir kommen als zweite dran. Ähnlich geht es uns an der Sicherheitskontrolle. Auch der Hosengürtel muss durch den Röntgenapparat. Dann geht es wieder die endlosen Gänge Richtung Gate. Monika checkt noch mal schnell das Swatch Angebot im Duty free. Es gibt nichts, was uns vom Hocker reißt. Wir gehen zum Gate, suchen uns ein rauchfreies Plätzchen und warten auf den Flieger.

Als er ankommt, grölt einer von den Neuen „Jetzt geht’s looos..“ Na, dreimal darf man raten, wo die ihren Urlaub verbringen.

Der Flug ist langweilig, da die Sicht schlecht ist. Erst ab Brenner können wir etwas Landschaft begutachten. Es ist wenig Schnee auf den Bergen.

In München verbringen wir spannenden Minuten am Gepäckband. Das junge Mädel (ca. 12 J) neben mir ist in Begleitung einer Stewardess. Sie sagt, dass ihr Koffer immer der letzte sein. Normalerweise ist das meistens meiner. Die Gepäckstücke kommen einzeln mit 10 Minuten Abstand. Irgendwer muss den Leuten am Band beigebracht haben, die Koffer so hinzulegen, dass sie am schwersten zu erkennen sind. Das Mädel scheint diesmal recht zu haben.

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