08.01.2005 Kloster Lluc, Tramuntana und die Höhlen von Campanet

Heute wollen wir zum Kloster Lluc und anschließend noch eine Tropfsteinhöhle besichtigen. Das Kloster liegt im Tramuntanischen Gebirge. Der höchste Gipfel ist immerhin 1600 m hoch. Wir fahren über Inca zu den Serpentinen, auf den sich unser Clio den Berg hochquält. Die erste Kehre kommt etwas überraschend. Wir bekommen noch gerade rechtzeitig die Kurve. Die Strecke ist sehr schön, die Sonne scheint. Es muss herrlich sein, hier im Frühjahr zu wandern. Wir fähren auf etwa 500 m Höhe. Das Kloster liegt recht idyllisch in einem Tal unterhalb einer Felsengruppe. Der Parkplatz ist riesig – Was hier wohl in der Saison los sein muß... . Wir steigen aus und riechen den Duft Australiens: Grillfeuer. Neben dem Parkplatz ist ein öffentlicher Grillplatz. Mehrere Gruppen sind am zündeln. Wir suchen mal wieder ein WC. Das Kloster ist sehr viel größer als Randa, hier gibt es eine schwarze Madonna zu bestaunen, die einem Hirten erschienen war. Daraufhin wurde hier die Kirche und das Kloster errichtet. Es gibt vier Andenkenläden – einen mit Bildzeitung - ein Restaurant, zwei Geldautomaten und tatsächlich ein WC.

Die Kirche ist in schwarz gehalten. Es ist das protzigste nach Kloster Melk, was ich je gesehen habe. Die Kapelle mit der Madonna ist etwas bescheidener gestaltet. Drinnen ist es eisig kalt. Wir gehen wieder in die Sonne und wärmen uns auf. Im Innenhof erweist eine Bischofsstatue der Madonna die Ehre. Wir besteigen die Felsgruppe und kommen am oberen Ende des Kreuzweges heraus. Man hat hier eine sehr schöne Aussicht über das ganze Tal. Das Meer sieht man jedoch nicht. Wir gehen zurück zum Wagen. Der Duft Australiens ist um die Komponente „angekohltes Fleisch“ erweitert worden. Passenderweise stehen hier sogar einige Eukalyptusbäume.

Wir fahren weiter Richtung Norden durch die malerische Landschaft. Ja, zum Wandern müssen wir noch mal hier her. Über Pollenca geht es zu den Höhlen von Campanet. Diese Höhlen wurden erst von neuerer Zeit entdeckt. Es gibt hier keine Rußspuren von Fackeln an der Decke.

Wir finden den Eingang dank guter Ausschilderung recht schnell. Die letzte Führung hat schon begonnen. Die Madam von der Kasse geleitet uns zum Eingang und brüllt dem Mädel zu, dass noch zwei kommen. Wir sollen uns links halten. Das wir uns tief halten sollen sagt sie nicht. So hole ich mir eine kräftige Beule. Der Stoß an den Kopf hallt nach. Von der Führung bekomme ich nur am Rande etwas mit. Draußen besorgt mir Monika ein paar Eiswürfel in der Plastiktüte. Mann, tut das gut. Daheim werfe ich ein Aspirin ein. Das Dröhnen im Kopf klingt langsam aus.

Wir packen unsere Koffer und ich zahle unsere Rechnung: Den Wein und etwas MINI Bar. Man wird uns Orangensaft, Kaffe aus der Thermoskanne und ein paar Kuchen in Folie aufs Zimmer stellen: Wir müssen um 7:30 Uhr am Flughafen sein. D.h. Start um spätestens 7:00 Uhr.

Zum Abendessen fahren wir zum Ca’l Dimoni. Ein grüner Lichtreklamenteufel ziert das Etablissement. Es sieht nach Touristenfalle aus, soll aber ganz ordentlich sein. Als wir das Lokal betreten merken wir, dass es etwas anders ist als die übrigen Restaurants, die wir bisher besucht haben: Es sind nicht die Teufelsmasken aus aller Welt, die hier die Wände zieren. Nein, es ist angenehm warm. Der große Kamin ist gut beheizt und wird gleichzeitig als Grill genutzt. Wir bestellen etwas Vorspeise, Lamm, mallorquinische Fritta – Bauernpfanne à la Mallorca. Die Portion sieht klein aus, macht aber papp satt. Der Wein des Hause ist gut und zur Rechnung gibt es Kräuter aus Mallorca in flüssiger Form. Die Flasche – viertel voll – verbleibt beim Tisch. Man darf sich bedienen. Es schmeckt nicht schlecht, ist vielleicht ein wenig zu süß. An der Theke probieren und kaufen wir eine Flasche der trockenen Variante. Dann geht’s ins Hotel. Kaffe und Kuchen fürs Frühstück sind schon auf dem Zimmer.

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