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07.02.2008 Montréal - Québec

Heute heißt es Kofferpacken. Aber erst frühstücken wir in unserem Stammcafe am Bahnhof. Es liegt direkt am Liftausgang des Hotels. Dann den Safe geräumt und die Koffer gepackt, ausgecheckt und wieder eingecheckt bei der Bahn. Uber 50 Pfund Gewicht je Koffer kostet 20$ Zuschlag. Ein Koffer ist zu schwer. Wir können aber umladen oder sogar einen Behälter leihen. Wir laden um und ich schwitze mich zu Tode wg. der Winterunterwäsche. Der Koffer hat jetzt genau 50 Pfund. Wir können unser Sightseeing fortsetzen.

Wir fahren mit der Metro nach Sheerbroke. Dort gibt es viele hübsche Häuschen im victorianischen Stil zu sehen. Ausserhalb der U-Bahn pfeift wieder der mörderische Eiswind. Kragen hoch, Ohrenklappen runter und gut festgezurrt die Mütze. Die Häuschen sind recht hübsch und teilweise quietschbunt. Die Stromversorgung ist amerikanisch. D. h. die Kabel sind sehr provisorisch verlegt. Wir streifen eine Weile durch die Straßen und steuern dabei einen Bagel-Shop an. Neben "smoked Meat" sind Bagels die Spezialität. St. Viateur ist der Bagel Shop. Es ist warm und dampfig. Meine Brille beschlägt hoffnungslos. Drinnen ist ein dicker Backofen mit Holz befeuert. Wir bestellen einmal klassisch (mit Lachs) und einmal Moo Moo (Rinderfilet mit Käse und Senf). Es gelingt uns das ganze unfallfrei zu essen, obwohl die Portion gut hoch ist. Die Bagel haben tatsächlich einen guten Eigengeschmack und sind mehr als eine Semmel in Gestalt eines Donut.

Wir gehen zur nächsten Metro "Mont Royal". Beim Restaurant "Tampopo" - das gibt es hier wirklich - hat der Wind das Fähnchen mit dem Namen verzwirbelt. Also kein Photo. Wir fahren bis zur McGill. Checken unsere Mails in einem Internet Café und gehen langsam zum Bahnhof. Am Zugang zum Gleis hat sich schon eine Schlange gebildet. Wir warten wie beim Flieger aufs Einsteigen oben. Eine viertel Stunde vor Abfahrt wird das Türchen geöffnet. Am Eingang werden die Fahrkahrten konntolliert und eine Unmenge von Personal weist uns den Weg zu unserem Wagon. Es sind drei Sitze je Reihe, wie bei uns in der ersten Klasse. Es ist aussreichend Platz für Füsse und Handgepäck. Dann geht es rückwärts aus dem unterirdischen Bahnhof heraus. Wir kommen wieder ans Licht. Der Zug stoppt und wendet. Wir überqueren den St Lorenz und fahren durch die Vororte Montréals. Die Besiedlung wir spärlicher. Es sieht nach Schneeverwehungen aus. Mit zwanzig Minuten Verspätung kommen wir an. Unsere Koffer sind nicht wie angekündigt am Gepäckwagon. Wir sollen am Front Desk fragen. Nach 5 Minuten taucht jemand auf. Unsere Koffer sind schon einen Zug früher gefahren. Es gibt eine längere Schlange bei den Taxen, aber nach 5 Minuten sind wir unterwegs zum Hotel. Hier liegt noch mehr Schnee als in Montréal und für das Wochenende sind nochmal 35 cm angekündigt. Der Taxler sagt uns Quebec sei sicher, man könne jederzeit überall hingehen. Wie beruhigend. I

m Hotel - wir sind im Chateau Frontenac- gibt es etwas Verwirrung mit der Reservierung, was sich aber klären lässt. Meine Visakarte geht immer noch nicht. Warum ist allerdings unklar. Ich werde morgen früh telefonieren müssen. Das Hotel ist ein klassischer alter Kasten mit viel Holz. Vertäfelte Wände, Parkettboden usw. Wir kommen uns vor wie in einem Film. Das Zimmer ist groß, der Stauraum eher knapp. Nach dem Auspacken geht es noch auf einen Abendimbiss ins St. Patrick. Draußen ist es kalt. Um das Chateau herum pfeift ein eisiger Wind. Weiter unten im Windschatten wird es besser. Im Pub gibt es Livemusik. Wir gehen ins Kaminzimmer zum Aufwärmen. Bier und Pizza sind ordentlich, die Musik auch. Dann geht es wieder hinaus in die Kälte. Der alte Schnee fühlt sich wie Sand an. Darunter ist gerne mal eine solide Eissschicht.

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