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14.02.2008 Québec - Levis und Alstadt

Das gestrige Essen und das nächtliche Schneeräumkommando sorgen für eine unruhige Nacht. Unten am Platz vor dem Hotel geht es die halbe Nacht wie auf einer Baustelle zu. Der Schnee muß weg. Für Freitag hat der Wetterbericht Nachschub angekündigt. Langsam gewöhne ich mich an die Dusche. Die Schalterstellung für ideale Temperatur finde ich ohne Probleme. Draußen ist strahlender Sonnenschein.

Nachdem ich meine Safebox mit dem Budget für die Rückreise gefüllt habe, geht es nochmal runter in die untere Altstadt. Beim Blick auf den St. Lorenz stutze ich. Die Eisschollen treiben stromaufwärts. Wahrscheinlich drückt die Flut das Wasser hinein. In der Petit-le-Champlain wird wieder Schnee geräumt. Ich suche den Durchgang zur Fähre und werde fündig. Belzebub persönlich scheint hier zu heizen, so warm ist es hier drinnen. Aller-Retour kostet 5,30 $ (incl. Steuern). Die nächste Fähre geht in zehn Minuten. Also nix wie an Board. Ein paar andere Touristen folgen. Ich gehe aufs oberste Deck. Der Luftzug an Deck empfiehlt "Flaps down" für die Mütze. Von hier hat man den besten Blick aufs Chateau. Man sieht auch einen Weg entlang der Wallanlagen hoch über dem St. Lorenz, der begehbar scheint. Ich mache ein paar Fotos. Der Akku mault, wahrscheinlich wg. der Kälte. Reserve habe ich dabei.

Langsam ist auch wieder Platz für einen Kaffee und ein Croissont. Das Petit Cochon Dingue hat auf. In der oberen Etage sitzen außer drei Amerikaner noch niemand. In der herumliegenden Zeitung steht, dass der Schneefallrekord aus dem Winter 1965/66 um 18 cm verfehlt wurde: damals waren bis zum 13. Februar 363 cm gefallen heuer waren es 356 cm. Ein kurzer Schwenk durch die Petit Champlin. Von einem Dach wird gerade der Schnee geräumt. Der Abraum türmt sich in der schmalen Gasse hoch hinauf. Ich steige die Treppe nach oben. Vor dem Chateau wird gerade die Tobogan Bahn nachgearbeitet. Auf dem Weg zum Start ist ein wenig Stau. Unterhalb des Tobogan beginnt die Promenade des Gouverneur 1960 eröffnet. Sie führt unterhalb der Festung direkt zum Karnevalgelände. Die Aussicht auf den St. Lorenz ist grandios. Die Sicht ist heute gigantisch.

Auf dem Karnevalgelände ist mäßiger Betrieb. In München täten sich die Leute gegenseitig tottreten. Ich trinke ein Chambly noire im SAQ-Zelt (SAQ heißt vermutlich Saufen à la Quebecoise, der staatliche Alkoholverkauf). Dann werde ich nochmal mein Glück in Sachen Spiegel versuchen. Der Spiegel für diese Woche ist offensichtlich schon weg. Im Internet-Café noch schnell die Mail checken und dann zum Aufwärmen ins Hotel. Der Wind pfeift ziemlich heftig um die Ecken und die Kamera-Akkus brauchen auch dringend eine Ladung.

Etwas Fitnesscentern und etwas Dampfbad und etwas Relaxen. Zum Abendenessen geht es in die Rue St Paul. Der Lonley Planet empfiehlt hiert drei Restaurants - ich entscheide mich für Jugendstil: L'Ardoise und das Pferdesteak. Sie haben tatsächlich auch einen Eau de Vie. Anschließend geht es noch ins l'Inox - Microbrewery und Teenie-Schuppen. Das Selbsgebraute ist sehr gut.

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