17.03.2013 Kopenhagen Sightseeing
Die Sonne versucht grell durch die Vorhänge zu scheinen. Es ist sehr ruhig. Der Plan für heute ist: Frühstücken im Stehcafe und dann etwas Sightseeing. Draussen pfeift ein eisiger Wind um die Ecken. Die warme Mütze und die langen Unterhosen waren eine gute Idee wir fühlen uns fast schon wie in Grönland.
Am Kanal drehen Jogger ihre Runden. Einer in Short und Muscle-T-Shirt. Allein der Anblick lässt Eiszapfen an der Nasenspitze wachsen.
Auf der Straße herrscht sonntägliche Geschäftigkeit: Nix los. Wir steuern unsere Frühstücksbäckerei an. Es gibt tausend und drei Varianten von Klebeteilchen. Vor dem Bestellen müssen wir eine Nummer ziehen. Aber sonst sieht der Laden recht alternativ aus. Das Durchschnittsalter des Personal dürfte maximal 18 sein. Es wirkt alles etwas chaotisch trotz Wartenummern und das Mädel an der Kaffeemaschine ist keine gute Reklame für den Kaffee. Vielleicht sollte sie mal 10 Espessi trinken, um wach zu werden. Wahrscheinlich war der Samstagabend einfach zu lang. Der Cappuccino ist OK. Die Klebeteilchen hervorragend.
Gestärkt ersteigen wir den runden Turm. Tolle Aussicht man kann bis nach Schweden gucken und die schöne Brücke nach Malmö bewundern. Es pfeift aber ein eisiger Wind auf der Aussichtsplatform. Dann geht es weiter Richtung Parlament und Richtung Nyhavn. Der „Neue Hafen“ ist so etwas wie die Fressgasse: Ein Restaurant neben dem anderen. Alle haben Tische draußen und Heizstrahler. Da sitzen auch tatsächlich etliche Leute, trotz eisigen Windes. Grönland dürfte nicht ungemütlicher sein Wir schreiten einmal die ganze Front ab und landen bei einem Franzosen. Durch gefroren trotz langer Unterhosen gehen wir lieber nach drinnen. Wir essen Heering in verschiedenen Varianten und Räucherlachs. Die Unterhaltung mit dem Kellner läuft in Englisch und Französisch.
Dann wird es Zeit wieder ins Hotel zu gehen. Wir müssen die Koffer für Grönland umpacken. Bei Air Greenland gibt es nur 20 Kilo pro Nase. Also wird einiges im großen Koffer in Kopenhagen im Hotel bleiben. Und das braucht seine Zeit.
Wir fahren mit dem Taxi zu unserem Treffpunkt im Hotel ganz nah am Flughafen. Am Gepäck und Kleidung erkannt, erfahren wir, dass die anderen schon da sind. Wir sehen wohl wie Polarforscher aus...
Wir schleppen unser Zeug aufs Zimmer, nach skandinavischer Tradition trägt der Reisende seine Koffer selbst. Dann legen wir die warmen Schichten ab und unser Tourleiter meldet sich am Telefon. Er wartet in der Lobby. Wir gehen noch eine Kleinigkeit essen. Die große Spannung, wie denn so die anderen sind, löst sich. Wir werden es sicher alle gut miteinander 10 Tage auf dem Eis aushalten. Unser Ältester ist über siebzig und unsere Jüngste zählt mal gerade vierzig Lenze.
Es werden noch die Kleinigkeiten für den Flug nach Grönland besprochen. Gemeinsamer Check In und es müssen noch Euros in Dänische Kronen getauscht werden und ganz wichtig: Wir müssen den ersten Shuttle Bus zu Flughafen erwischen. Die Nach wird also kurz werden.