01.08.2007 Gluege - Paddeltour

Kurz vor 11:00 Uhr geht es zum Kanoe-Verleih. Wir bekommen Schwimmwesten, einen wasserdichten Container und zwei Paddel und das Kanoe. Zwei Busse fahren von Pinsac - unserem Ziel für heute - zurück: Einer um 16:00 Uhr, der andere zwei Stunden später. Wir nehmen den ersten und ernten skeptische Blicke und Nachfragen. Wir bleben standhaft bei 16:00 Uhr. Dann gibt es die kurze Einweisung und schon geht es los. Die Dordogne ist in diesem Abschnitt eher ruhig und gemächlich. Ideal für Anfänger. Allein ein Kanoe zu manövrieren hat es schon in sich, wenn man nicht nur im Kreis fahren will. Boote veranschaulichen auch sehr gut das Trägheitsprinzip: Eine angefangene Bewegung hört nicht einfach auf. Eine schnelle Wende wird leicht zur Walzerdrehung. Es dauert auch ein wenig, bis sich eine Steuerbewegung in eine Bootsbewegung umsetzt: Die zwangsläufige Folge: Zickzackkurs. Der ist ebenso unvermeidlich, wenn Bratschenarme auf der einen Seite und Schwertkämpferarme auf der andern paddeln äh kanoeten. Nach einer Stunde Zweikampf: Boot gegen Besatzung, Bug gegen Heckruderer und zwei Platzwechseln sind die Arme schlaff und die Paddel kaum im Einsatz und Voilá es geht mit einem mal gemächlich und relaxed halbwegs geradeaus.. Wer die Belastungsfähigkeit seiner Zweierbeziehung testen will, dem sei eine Paddeltour im Canoe empfohlen. Der Fluss ist zwar kühl, aber selten überdacht. Gut durchgegart kommen wir in Pinsac um 15:30 Uhr zielgenau an. Geglaubt hatten wir das zwischendurch auch nicht. Zeit für kalte Getänke und Eis. Die Fahrt zurück ist recht holprig. Man sieht nicht viel und ist froh darüber. Wie hießen noch gleich die japanischen Piloten? Richtig Kamikaze. Ein Hinweis für Autofahrer: Die kleinen Strassen Dordogne aufwärts am späten Nachmittag meiden. Sie sind voll mit Kanoetransportern.

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