Auf nach Cahors! Weine aus der Gegend hatte wir schon mehrfach genossen. Unserem Cabrio zu Liebe fahren wir kleine Straßen. Die D32 parallel zur Autoahn ein kleines Flusstal entlang ist ruhig und malerisch. Eigentlich sollte man sie den Radlern überlassen. Die Gegend wirkt gegenüber dem Perigord noir schon recht mediterran. An der Lot sehen wir ein hübsches Hotel "goldene Forelle" oder so ähnlich. Aber da ist noch der Claude Marco - nach Michelin "ein sehr gutes Restaurant" aber nur vier Zimmer. Nachdem wir meinten, schon vorbei zu sein, taucht ein Wegweiser auf. Ein Zimmer und ein Tisch im Restaurant pour deux ist frei und man nötigt uns fast unser Gepäck abzuladen. Wir laden unsere Koffer ab und fahren weiter nach Cahors. Kollege Garmin ist anderer Meinung als die Wegweiser, wo es nach "Centre Ville" geht. Wir folgen ihm und finden einen gebührenfreien Parkplatz am Rande der Altstadt. Wir gehen ein wenig die Via Gambetta Richtung norden. Es tut mal richtig gut eine Stadt zu sehen, in der es auch normale Geschäfte und nicht nur Touristenkrempelläden gibt. Natürlich schauen wir uns die Pont Valentré an und St. Etienne. Ein paar Schritte durch die Altstadt und die Markthallen: Die Auslagen machen Appetit. Langsam schlendern wir zum Auto zurück. Die Hitze macht Lust auf den Pool bei Claude Marco. Wir haben der Versuchung widerstanden, ein paar Flaschen Wein zu kaufen. Der Platz wird für Confits de Canard gebraucht - ein Taschenmesser läßt sich allerdings noch locker unterbringen.
Das Abendessen ist ein Traum. Es gab ein Amuse Bouche mit einer Art Quark, ein Capraccio von Garnelen, Krebsschwänze mit kalter Soße, Foie Gras mit gefullten Morcheln, Fisch mit schwarzem Risotto, eine Stück von einem kleinen langbeinigen Vogel, Rocamadour und frische Beeren mit Fruchtsoße. Zum Digestif plaudern wir noch mit anderen Gästen aus der Gegend von Bourdeaux, die uns von den Pyreneen vorschwärmen.